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Ziegen Blog

Aus dem Leben, aus dem Stall, über Wiesen und durch Wälder.
Geschichten, die meine Ziegenherde schreibt...

Aktuelles aus dem Leben mit Ziegen 🐐

eine kleine Rückschau


Wie die Zeit vergeht. Und wie der Wind sich dreht!


Seit unserem schönen Film im BR Fernsehen Anfang Mai ist einiges passiert.

Mich haben bewegte Nachrichten erreicht, von Menschen, die unseren Beitrag gesehen haben. Menschen, die selbst Ziegen halten und sich gefreut haben, dass jemand die Verbundenheit zu diesen besonderen Wesen teilt und sichtbar macht. Menschen, für die sich eine neue Welt geöffnet hat und mehr erfahren wollen, neugierig wurden. Menschen, die Anerkennung und Wertschätzung für meine Arbeit und Lebensgeschichte aussprechen wollten. Menschen von ganz nah und ganz fern. Vielen Dank dafür! So ein schönes Geschenk, euch damit erreicht und berührt zu haben.

Unseren Filmbeitrag im BR Fernsehen gemacht zu haben, macht mich sehr stolz und markiert wieder in meinem Leben einen großen Wendepunkt. Es war zum Zeitpunkt des Drehs einerseits ein großer Kraftakt und andererseits fast wie ein Durchbruch für mich. Denn parallel passierten einige Dinge gleichzeitig. Dennoch war ein Drang in mir, der Welt zu zeigen, dass da noch mehr ist zwischen Mensch und (Nutz-)tier, dass da noch mehr Gefühle sind im Leben, als immer nur 'alles gut', 'alles funktioniert'. Und dass das nicht heißen muss, dass man aufgeben muss, sondern sich neu erfinden darf.

Der Beitrag ist tatsächlich ein Mutmacher geworden, neue Wege zu erkunden, in Zeiten die einen das Gefühl geben, verloren und haltlos zu sein.


Wendepunkte und Lebensphasen


Die folgenden Zeilen sprechen heute wieder direkt aus dem Leben. Und natürlich auch aus dem Stall, denn die Ziegen sind wichtiger Teil meines Lebens und immer irgendwie mit allem verwoben. Wie Reisebegleiter durch die Höhen und Tiefen im Leben.


In den letzten Monaten hat sich mein Leben Schlag auf Schlag verändert. Es kam zur Trennung von meinem bisherigen Lebensgefährten.

Die letzten Monate verlangten einiges von mir ab, um mit all den aprupten Veränderungen umzugehen.

Mittlerweile bin ich umgezogen und es kehrt etwas Ordnung ein, sodass auch diese Geschichte einen Platz hier bekommt und vielleicht wieder jemandem etwas Mut macht.


Es ist ein Privileg, seine Tiere vor der Haustüre, nah bei sich zu haben


Das Glück bisher gehabt zu haben, schätzte ich sehr. Jetzt ist es anders für mich und meine Ziegen geworden und einmal mehr wird mir klar, wie vergänglich die Dinge im Leben eigentlich sind, wo sie sich doch vermeintlich so sicher anfühlten!


Für mich war das alleinige halten der bisherigen Mietswohnung, direkt bei den Ziegen, leider nicht möglich, weshalb nun mein Wohnort etwas entfernt von meiner Herde ist. Dass die Ziegen in Stöbersberg ihren Platz behalten können, darüber bin ich froh und dankbar, da ich so meine Arbeit fortführen kann. Ein Ziegenortswechsel würde erstmal viel Arbeit und Organisation bedeuten. Vorausgesetzt man findet einen neuen Platz. Gut, dass dies erstmal so bleiben kann, ein Stück Beständigkeit 🙏🏻.

Dennoch, dass es nun so ist wie es ist, macht mich noch oft traurig, fühlt sich nach Abschied von meinen Ziegen an, obwohl es keiner ist.

Mein Wunsch ist, irgendwann wieder mit meiner Herde einen gemeinsamen Ort zu finden an dem wir gut leben können. Doch dieser Ort muss für uns längerfristig passen und wer weiß, vielleicht fliegt uns ja irgendwann etwas zu 💫.


Die Arbeit rund um das Leben mit Ziegen geht weiter - es ist nur die Frage nach dem WIE


Mein innigster Wunsch und meine Bitte (an wen auch immer da oben oder sonst wo) war, etwas möglichst nah im Umkreis meiner Ziegen zu finden, um sie weiterhin gut und vor allem eigenständig zu versorgen und meine Arbeit mit den Ziegenwanderungen, der Meckermanufaktur und für meine Mitglieder bei Steady gut fortsetzen zu können.

Dass dieser Wunsch so schnell in Resonanz ging, sehe ich wieder als ein großes Glück im Unglück. Von meiner neuen Wohnung aus bin ich so schnell wie der Notarzt kommen sollte, bei meinen Ziegen. Und das ist wunderbar. Der Alltag ist so, auch einmal mit dem Fahrrad zu bewältigen. Die Meckerwerkstatt ist mittlerweile nicht mehr nur reine Produktionsstätte für Ziegenhalfter, sondern für mich eine Art Hirtinnenwagoon geworden, womit ich entspannter bei den Ziegen sein kann und zugleich für mich während meiner Arbeiten rund um die Ziegen, Raum und Schutz finde.

🐐Wandergäste gut empfangen zu können und einen Raum zu gestalten, in den man sich bei Wind und Wetter hinein flüchten kann, hatte in letzter Zeit für mich mitunter Priorität.


zufriedene Ziegen & beständige Begleiter


Das allerwichtigste für mich war und ist, dass meine Ziegen einen artgerechten Platz haben können und ihr wirken für Natur und Umwelt von Nutzen ist. Ziegen sind zufrieden, wenn ihre Bedürfnisse erkannt und erfüllt werden. Dass sie auch in Zeiten ohne mich, als Herde zufrieden sind und auf keine ‚dummen (Ausbruchs-) Ideen’ kommen, während meiner Abwesenheit, zeigt mir, alles richtig zu machen. Momentan überraschen sie mich in ihrer Ruhe und Zufriedenheit, ihrer Anhänglichkeit, wenn ich komme und sie schenken mir ein Gefühl von Beständigkeit, zeigen mir dass man nie allein ist, sondern mit allem um uns verbunden, wenn man im Hier und Jetzt seinen Anker setzt.

Wenn ich zuhause bin und weg von meinen Ziegen, dann bleibt diese Verbindung auf eine Art bestehen, dennoch hat es mich zu Beginn fast verrückt gemacht, keinen greifbaren Draht mehr zur Herde zu haben. Keine Geräusche mehr, kein meckern aus der Ferne, kein rumpeln im Stall, kein Hörnerzusammenstossgeräusch.

Deshalb hab ich nicht lange gezögert und halte den Draht nun zusätzlich per Mobilfunkverbindung! Mit einer Beobachtungskamera für Stall und Weide.


Eine Kamera zur Tierbeobachtung


"Big Goat Mom is watching you, meine Lieben!", sag ich jetzt zu meinen Ziegen, wenn ich abends die Stalltür hinter mir schließe. Es ist eine Erleichterung eine flexible Stall- und Weidekamera zu haben, mit der ich jederzeit vom Smartphone aus in die Live Ansicht schauen kann, was meine lieben Ziegen so treiben. Es ersetzt niemals echte Tierbeobachtung, doch es beruhigt zu sehen, wenn alles sich normal verhält. Es entstresst und ermöglicht mir, verschiedene neue Gewohnheiten, Arbeitsabläufe in mein neues Leben einzuführen und mich neu auszuprobieren. Mit dem Ziel weiter für die Ziegenhaltung zu leben und zu brennen und eben nicht an ihr auszubrennen.


Das Thema der Zeit lautet Strukturfindung und Neuorientierung, es geht ums herausfinden was ich brauche, was die Ziegen und ich brauchen, was ich WIE leisten kann, wo ich loslassen darf und am Ende, ums herausfinden wie alles zusammenpasst und weitergehen kann.


Erwartungen gering - Träume groß!


Bis sich für mich, für uns ein Weg in die Zukunft abzeichnet, bleibe ich die Ziegen-Gitti aus Stöbersberg, wie man mich jetzt wohl nennt :-). Von dort aus machen wir weiter. So wie wir das immer machen. Vom Hier und Jetzt ausgehend.

Die Erwartungshaltung an die Zukuft stets gering, die Träume hingegen dafür umso größer!


Sonnenbad und laue Abende, genüsslicher Weidegang- und Weidewechsel...


Jetzt da der Umzug und hintenangestellte Arbeiten mehr und mehr aufgearbeitet sind, gehen wir auch wieder auf Abenteuer durch die Natur. Im letzten Tageslicht mit Ziegen dem Sonnenuntergang entgegen zu gehen, ist eine besonders schöne Zeit fürs Ziegenwandern im Sommer.


Für mich ist es die perfekte erdende Abrundung am Tagesende, mit meinen Tieren durch die Abendstunden zu gehen.

Und alles ist gut. Die Nacht darf kommen. Und dann der Tag, und dann wieder die Nacht... und so geht alles immer weiter...


In diesem Sinne...


Aus dem Leben, aus dem Stall,

grüßt euch allerliebst

Gitti mit den behornten Freunden 🐐




Du bist neugierig auf uns geworden?


Dann komm uns gern besuchen und lass dich entführen in unsere Ziegenwelt, mitten in einer oberbayerischen Idylle, über Wiesen und durch Wälder…

Auf unserer Webseite findest du Zugang zu spannenden Themen über die Haltung von Ziegen, vorallem als Freizeit- und Wanderpartner und du kannst ein Ziegentrekking buchen.

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